Holledau - Hallertau - Hollerdau

das Land wo das Bier wächst

  • Karte_Holledau_2006

 

Die Holledau, Hallertau oder Hollerdau ist ein fast zentral in Bayern gelegenes Hopfenanbaugebiet, das grob von den Städten Ingolstadt, Kelheim, Landshut, Moosburg, Freising und Schrobenhausen abgegrenzt wird.

 

 

Geografie und Geologie
Die Holledau (Hallertau) erstreckt sich über die bayerischen Regierungsbezirke Ober- und Niederbayern auf Teile der Landkreise Pfaffenhofen, Freising, Kelheim, Landshut und Eichstätt. Eine exakte Eingrenzung ist nicht möglich, das verbindende Kriterium ist der Hopfenanbau. Die Gesamtfläche der Hallertau beträgt circa 2.400 km², sie erstreckt sich in Ost-West-Richtung maximal 65 km und ist in Nord-Süd-Richtung bis zu 50 km breit.

Im Süden wird die Hallertau von den Flüssen Amper und Isar begrenzt, im Norden ursprünglich von der Donau, seit der Eingliederung des Siegelbezirks Altmannstein wird aber auch nördlich der Donau "Hallertauer Hopfen" angebaut. Die rechten Nebenflüsse der Donau Paar, Ilm, Abens und Große Laber sowie die Kleine Laber durchfließen das Gebiet.

Naturräumlich gehört die Hallertau zum größten Teil zum Donau-Isar-Hügelland, das erdgeschichtlich dem Tertiären Hügelland zuzuordnen ist und während des Pleistozäns nicht mit Eis bedeckt war. Die obersten Ablagerungen, die unter der Bodenkrume liegen, sind Süßwasserablagerungen aus dem Miozän.

  • Halberthau
Namenserklärungen:

1579 lautete die Bezeichnung „Halberthau“

Die ursprüngliche Bedeutung des seit dem 14. Jahrhundert gebräuchlichen Namens ist nicht völlig geklärt. Am wahrscheinlichsten ist wohl die Zusammensetzung aus den althochdeutschen Wörtern „Hardt“ (= Wald) und „hall“, ablautend von „helan“ (= verbergen, hehlen) zu „Hal hart“, also einem Wald, der sein Inneres verbirgt, d. h. ein wilder Urwald, dem noch der Flurname „Au“ angehängt wurde. Johannes Aventinus führt im frühen 16. Jahrhundert zur Lage der Quelle des Flusses Abens aus, „...entspringt gegen mitternacht bey einem dorff haißt Haller und auch Hollerthaw“. 2 km südlich der Abensquelle, zwischen den Dörfern Holzhausen und Hirschbach süd-östlich von Schweitenkirchen befindet sich ein 3 km langer Mischwald, der auch heute noch die Flurbezeichnung "Holledau" trägt. Philipp Apian gibt zu diesem Waldstück in seinen Landtafeln von 1566 unter dem Stichwort Hirschbach folgende Erklärung ab: „...der sich von dort gegen Osten nach Norden erstreckende Wald heißt Hallerthaw. Davon erhält fast der ganze Landstrich bis hin zur Ilm den gleichen Namen; er ist ganz voll von Hügeln und Wäldern“.

  • Abensberg_Maderturm
Die offizielle Schreibweise stammt erst aus dem Jahr 1926, als der Name der Ortschaft Au von „Au bei Freising“ in „Au in der Hallertau“ umgeändert wurde.

Wohl eher ins Reich der Fabeln gehört die mündlich tradierte Geschichte, dass ein Fürst, als er in der Schlacht von Gammelsdorf (1313) in Bedrängnis kam, mit den Worten "Hol’ Er d’ Auer" um Hilfe schickte, woraus sich dann der Name Hallertau für die Region um Au entwickelt haben soll.

Geschichte

Der Hopfenanbau in der Region ist seit dem 8. Jahrhundert belegt. Die Orte Geisenfeld und Gründl bei Nandlstadt beanspruchen beide, das Ursprungsgebiet des Anbaus zu sein. Im Jahre 736 sollen kriegsgefangene Wenden - ein slawischer Volksstamm - auf Geisenfelder Boden den ersten Hallertauer Hopfengarten angelegt haben . Bis Anfang des 19. Jahrhunderts war die Region um Spalt bei Nürnberg das Hauptanbaugebiet in Bayern. Erst nach der Bauernbefreiung waren ab 1848 die Voraussetzung für eine Produktionssteigerung in der Hallertau erfüllt; so stieg der Ertrag von 1.500 Zentner im Jahr 1815 auf über 75.000 Zentner im Jahr 1865. Seit 1912 ist die Hallertau das größte Anbaugebiet in Deutschland.

  • KlosterScheyern_HofPano

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