Was ist zu tun, wenn mein Hund entlaufen ist?

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Im Vorfeld:

Ideal ist es, wenn der Hund nicht nur gechipt und bei Tasso registriert ist, sondern er auch noch eine Adressplakette oder ein Halsband mit der eigenen Handynummer darauf umhat. Auch ein aktuelles Foto des Hundes sollte man zur Hand haben.

Folgende Nummern / Telefonnummern sollte man parat bzw. im Handy gespeichert haben
  • Tasso-Telefonnummer (24-Stunden-Notruf: +49 (0) 6190 93 73 00)
  • Tasso-Chip-Nummer des Hundes (meist im Impfpass eingeklebt, oder in den Tasso-Registrierungsunterlagen)
  • Telefonnummern des örtlichen Tierschutzvereines (siehe Tierschutz) und der Tierheime der Umgebung (siehe Tierheime)
  • Telefonnummer des örtlichen Försters / Forstamtes (erfährt man bei der zuständigen Gemeinde- / Stadtverwaltung)
  • Telefonnummer des Revierpächters (bei der Gemeinde, oder beim Forstamt)
Am Ort des Entlaufens:
  • Rufen, aber immer wieder Rufpausen machen, um zu lauschen, ob man den Hund hört (für den Fall, dass der Hund z.B. irgendwo festhängt, oder Kontaktlaut gibt)
  • Ruhe bewahren
  • Wenn man zu zweit ist, kann einer an der Stelle bleiben, wo der Hund entlaufen ist, der andere versucht ihn zu sichten
Ist er ca. 15 Minuten lang nicht zu sehen:
  • Am Ort des Verschwindens eine Decke des Hundes / Hunde Box, die er kennt, oder ein eigenes Kleidungsstück auf den Boden legen, und evtl. auch Futter / Leckerli dort lassen. Sinn ist, dass der Hund eventuell an diesen Ort zurückkehrt und man ihn dann dort wieder anlocken kann
  • Sofort benachrichtigen – bitte Ort des Verschwindens, den Rufnamen des Hundes, seine Chip-Nr. und die eigene Handy oder Telefon-Nr. bereithalten (Wichtig: Eine Rückrufnummer angeben, unter der man ständig erreichbar ist):
    - Tasso (24-Stunden-Notruf: +49 (0) 6190 93 73 00)
    - Polizei
    - Tierschutzverein (siehe Links Tierschutz) und Tierheime (Siehe Links
       Tierheime)
    - Örtliche Tierärzte (siehe Links Tierärzte)
    - Förster und Forstamt
    - Revierpächter: Vor allem hier nett um Hilfe bei der Suche bitten, sich dafür
       entschuldigen, dass der Hund im Revier unterwegs ist und ihn bitten die
       Augen offen zu halten. Auch macht es Sinn, die Reviernachbarn zu
       verständigen und auch dort zu bestätigen, dass man auf der Suche ist
       und sich bemüht, den Racker wieder dingfest zu machen.
Ist der Hund länger (mehr als 2 Stunden) weg:
  • Regelmäßig die Decke / Box / Kleidungsstück kontrollieren, vor allem wenn es dann dunkel wird.
  • Die nähere Umgebung abfahren, aussteigen und erst einmal ruhig lauschen und versuchen zu hören, ob der Hund irgendwo Kontaktlaut gibt und heult. Dann rufen - aber immer wieder Rufpausen machen, um zu sehen ob der Hund jault (für den Fall, dass der Hund z.B. irgendwo festhängt).
  • Auch die Stelle kontrollieren, an der das Auto stand – oft kehren Hunde auch dorthin zurück
  • Ist das eigene Zuhause in der Nähe, auch dort jemanden postieren bzw. nachfragen, ob der Hund eventuell dort schon angekommen ist
  • Suchplakate mit Foto, Beschreibung des Hundes, Ort und Zeit des Entlaufens und Kontakttelefonnummer erstellen und großzügig um den Ort des Entlaufens aufhängen und verteilen.
  • Sämtliche Spaziergänger, Radfahrer, Hundeleute etc. die man trifft, ansprechen und bitten die Augen offen zu halten. Telefonnummer hinterlassen und darum bitten, zurückgerufen zu werden wenn der Hund oder Spuren des Hundes gesehen werden
  • Bei Angsthunden sollte jetzt bereits ein Kontakt mit Fachleuten und Suchhund bestehen. Angsthunde sind weniger berechenbar und es sollte sich so schnell wie möglich um eine Nachsuche bemüht werden.
Nach mehreren Tagen
  • Aufruf an die Tageszeitungen, am besten mit Bild. Versuchen dass die regionalen Radiosender Meldungen mit Hinweisen bringen, wo Sichtungen gemacht wurden. Dadurch weiß man besser, wo man weitersuchen kann, bzw. den Hund durch Futterstellen anlocken kann.
  • Ein Geruchsartikel, der ausschließlich den Geruch des entlaufenen Tieres trägt, sollte in einen Gefrierbeutel gepackt und verschlossen werden.
  • Bundespolizei (zuständig für Bahnunfälle) und Autobahnpolizei – die oftmals keinen oder wenig Kontakt mit den normalen Polizeiinspektionen haben – informieren.
  • Bauhöfe, Straßenmeistereien und Tierkliniken abarbeiten, um herauszufinden ob der Hund eventuell einen Unfall hatte
  • Orte / Personen mit viel Publikumsverkehr informieren und um Hilfe bitten. Zum Beispiel: Taxifahrer, Postboten, Spaziergänger, Tankstellen, Schulen, Kindergärten, Hundevereine und Hundelobbys
  • Eventuell einen professionellen Hundesucher einschalten
  • Tierheime und Tierschutzvereine abtelefonieren oder auch persönlich anfahren
Nach dem Auffinden

sollte man Entwarnung an alle Stellen geben, um mitzuteilen dass der Hund gefunden wurde und sich für die Hilfe bedanken.

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